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  • Robert Sas

7 Anzeichen dafür, dass du einen neuen Job brauchst

Dir fühlst dich wohl in der jetzigen Situation, aber eigentlich doch nicht? Wenn du alle dieser 7 Anzeichen in dir erkennst, dann wird es Zeit für einen neuen Job.





1. Negativität


Du kommst Abend nach der Arbeit nach Hause, und brauchst erst einmal eine bestimmte Zeit, um die negative Stimmung abzuschütteln, und dich herunterzufahren.


Die negative Stimmung, welche du mitbringst, zieht sich über den ganzen Abend - möchtest du dir und deiner Familie das wirklich antun?


2. Du schleppst dich morgens gerade noch so zur Arbeit


"Schon wieder arbeiten", "Schon wieder die nervigen Vorgesetzten" denkst du dir jeden Morgen bevor du zur Arbeit fährst. Am liebsten würdest du nie wieder hin fahren, weil es dir einfach keinen Spaß macht, aber irgendwie muss das Geld ja verdient werden.


Du schleppst dich ungeduldig von Wochenende zu Wochenende, denn das ist das Einzige worauf du dich freust.


Und wenn du mitten im Wochenende bist, wirst du von Menschen umgeben, die genauso negativ denken wie du.


3. Du bist oft gelangweilt


Du musst immer wieder das Gleiche machen. Eine richtige Herausforderung stellen die Aufgaben nicht für dich dar. Am liebsten würdest du endlich mehr Verantwortung übernehmen, aber das geht nicht, da du mindestens 10 Jahre in der jetzigen Firma arbeiten musst, um erstmal aufsteigen zu können. Du verbringst täglich zwischen 8-12 Stunden auf der Arbeit, willst du die Zeit wirklich damit verbringen, dich zu langweilen?


4. Du weißt dass du gekündigt wirst


Du arbeitest zwar für ein tolles Unternehmen, aber weißt genau dass es nicht passt.

Entweder bist du nicht für die Position geschliffen, in der du gerade aktiv bist, oder kommst mit den Kollegen nicht zurecht.


Es ist vollkommen okay, nicht überall hinein zu passen.


Nicht jeder ist für jede Arbeit geschaffen.


Tipp: Wenn du genau weißt dass diese Stelle dich in Zukunft nicht weiter bringen wird, und du ohnehin gekündigt wirst, dann wage selbst denn Schritt und sage Adieu! Es ist 100x besser selbst zu kündigen, als "gefeuert" zu werden.

Du kannst deinem zukünftigen Arbeitgeber besser erklären, warum du gegangen bist. Vielleicht konntest du dein Potential nicht ausschöpfen, und hast deswegen nach neuen Möglichkeiten ausschau gehalten - absolut verständlich.


Was du nicht machen solltest: Konkrete negative Aussagen bezüglich eines Unternehmens von dir geben. Dein zukünftiger Arbeitgeber könnte denken, dass du das Gleiche auch über ihn sagen wirst.


5. Du fühlst dich hoffnungslos


"If you are not growing, you are dying"

Du weißt dass einiges in dir steckt, und genau das möchtest du auch entfalten. Jedoch wirst du weder von deinen Kollegen, noch deinen Vorgesetzten herausgefordert.


Es gibt keinen Plan nach oben, du wirst dein Leben lang immer wieder das Gleiche machen, ohne zu wachsen, ohne zu lernen und ohne Hoffnung auf den Erfolg, den du dir schon immer erträumt hast.


6. Du steckst in deiner Komfortzone fest


Alles fühlt sich sehr gewohnt an, dich kümmert es nicht dass es gerade nicht weiter geht.

Doch hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, wie es weiter gehen soll, wenn du dich nicht darum kümmerst wie es weiter gehen soll?


Wenn du nicht offen dafür bist, neues zu entdecken, weil du dir gerne Ausreden wie "Keine Zeit" oder "Ist gerade der falsche Zeitpunkt" einredest, dann wirst du für immer da bleiben, wo du gerade stehst.


"Your comfort zone is your income zone"


7. Du wirst nicht wie ein Mensch behandelt


12 Stunden Arbeitstage - ist das noch menschlich? Wer dies gerne macht, wieso nicht. Wer allerdings gezwungen wird, jeden Tag 12 Stunden zu arbeiten, der sollte sich das nicht gefallen lassen. Wir alle sind Menschen, und Menschen haben das Recht auf leben. Können wir wirklich das Leben leben, welches wir uns wünschen, wenn wir 12 Stunden täglich mit Arbeit verbringen, die wir nicht machen wollen?


Unrealistische Aufgaben: Du fühlst dich extrem unter Druck gesetzt, und kannst diesen auch nicht abdämpfen, weil du innerhalb von einer Woche Aufgaben erledigen musst, welche durchschnittlich 2 Wochen Aufwand benötigen. Wie wirst du behandelt, wenn du diese Aufgaben nicht rechtzeitig erfüllen kannst?


Ständig unter Druck: Du hast dauernd jemanden der dir über die Schulter schaut. Nichts kannst du zur Zufriedenheit durchführen. Entweder musst du eine Arbeit so erledigen wie es dir gesagt wird, und kannst damit nicht deine Fähigkeiten zum Einsatz bringen, oder du bekommst ständig neue Aufgaben, welche sofort erledigt werden müssen, obwohl du dir gerade eine kleine Verschnaufpause gönnen wolltest. Willst du dir wirklich sagen lassen, wann du Pause machen darfst, und wann nicht?


Personal Note:


Das schlimmste Beispiel aus meiner Zeit als Angestellter


Der Welpenschutz: Es war an der Zeit, der erste Tag im Betonwerk. Gespannt suchte ich meinen Vorgesetzten durch das halbe Werk. Freundlich wurde ich für meine Aufgaben eingewiesen. Der Umgangston war wie bei jedem Neuen überfreundlich.

Mich erschütterte jedoch, dass jeder Arbeiter der Fehler machte angeschrien wurde, nur ich nicht - dass sich das ändern würde, ahnte ich schon. Die ersten Tage vergingen und es machte mir sogar Spaß, auch wenn ich hart arbeiten musste und dabei dreckig wurde. Es machte mir nichts aus, denn ich wurde respektvoll behandelt - genau das war mir wichtig.


Dies änderte sich allerdings schlagartig, nachdem mein "Welpenschutz" abgelaufen war, wurde auch ich angeschrien und weniger menschlich behandelt, als zuvor. Mein Vorgesetzter testete seine Grenzen an mir aus, um zu sehen wie weit er bei mir gehen kann. Grundsätzlich stehe ich zu meinen Fehlern, und versuche diese zu vermeiden.


Nach 3 Wochen war ich soweit, dass ich mich an die neue Arbeitsstelle gewohnt hatte, und der Alltag eintraf. Mit dem respektlosen Umgang musste ich wohl lernen umzugehen, denn es war bisher bei jeder Arbeitsstelle das Gleiche, ich kannte nichts anderes. Ich ließ es über mich ergehen.. bis an einem Tag etwas unerwartetes passierte..


...ein ganz normaler Tag wie jeder andere. Gerade noch so den Zug erwischt, 3 Zigaretten geraucht um mich von dem Gedanken abzulenken, dass ich noch 9 Stunden harte Arbeit vor mir habe.


Im Betonwerk angekommen, eine lange Schlange von mürrischen Gesichtern, welche vor dem Kaffeeautomaten stehen.


Noch schnell aufs WC, denn während der Arbeit wird dies nicht gerne gesehen.


Im Laufe des Tages, tief in der Arbeit versunken... bekam mich ein Gefühl, ein Gefühl welches jeder Mensch auf diesem Planeten täglich erlebt - ich musste aufs WC, und das während der Arbeitszeit! Da ich mir dies nicht verbieten lasse, machte ich mich auf den Weg, und benötigte für den gesamten Prozess ca. 5 Minuten.


Auf dem Rückweg von WC zu Arbeitsplatz stellte mich mein Vorgesetzter, gemeinsam mit einem weiteren Mitarbeiter zur Rede.


Kochend vor Wut sagte der Vorgesetzte zu mir und dem anderen Mitarbeiter: "Ihr wisst doch genau, dass nur je eine Person auf das WC darf! Wie oft muss ich euch das noch sagen?"


Nichtsahnend war ich schockiert und dachte mir: "Befinde ich mich hier wirklich in einem österreichischen Unternehmen, oder doch auf einer somalischen Diamantenfarm, auf welcher Slaven getrieben werden?"


Natürlich versuchte der andere Mitarbeiter die Schuld auf mich zu schieben und meinte, dass er zuerst auf dem WC war.


Schuld hin oder her: "Wollt ihr mir wirklich meine Grundbedürfnisse verbieten?! Wenn ich muss, dann muss ich - ob es euch gefällt oder nicht, diese Art von Regeln sind für mich irrelevant, auch wenn es das Unternehmen schon seit über 20 Jahren gibt! Das könnt ihr von mir aus mit anderen machen, aber nicht mit mir." waren meine Worte bevor ich mich ohne weitere Rechtfertigung zurück zu meinem Arbeitsplatz begab.


Dieses Ereignis war so schockierend für mich (ich wusste nicht dass so etwas noch zur heutigen Zeit möglich ist), dass sich das Ganze schädlich auf meine Gesundheit auswirkte.


Es wirkte sich so negativ aus, dass ich nicht mehr in der Lage war am nächsten Tag arbeiten zu gehen. Krank wie ich war, kam auch noch der Anruf, welcher zu einer Kündigung führte.


An alle Unternehmer: Behandelt eure Mitarbeiter wie Menschen und lernt sie zu wertschätzen. Manche Unternehmer haben wirklich Glück, dass die Arbeiter noch nicht erkannt haben, dass es noch andere Möglichkeiten gibt - Möglichkeiten die dazu führen, dass ihr alle Mitarbeiter verlieren werdet, wenn ihr so weiter macht.


Leistung hin oder her - kann man denn nicht mit respektvollen Worten kommunizieren, dass es Verbesserungsbedarf gibt? Nicht jeder lässt sich wie Sch***e behandeln, und genau diese Arbeiter die ihr durch diese unnötigen Aktionen verliert, hätten in Zukunft die besten sein können, die ihr bisher hattet.


Wenn du dich als genau solch ein Unternehmer angesprochen fühlst, dann herzlichen Glückwunsch - du bist offiziell ein A****l***.


Andererseits habe ich vor jedem Unternehmer, der seine Mitmenschen mit Respekt behandelt, hohen Respekt und höchste Achtung - weiter so, ihr seid toll.


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